Entschlossene Proteste gegen NPD Fackelmahnwache

An den heutigen Protesten gegen eine NPD Kundgebung auf dem Pforzheimer Wallberg haben bis zu 200 AntifaschistInnen teilgenommen. Mit lautem Getrommel und Parolen wurden die Nazis bei ihrem vorgeheuchelten Gedenken, an die bei der Bombardierung Pforzheims gestorbenen 17.000 EinwohnerInnen, gestört. Zu keinem Zeitpunkt drang aus ihrerer lächerlichen Anlage etwas zu den Protesten herüber.

Die 20 Teilnehmer der Nazikundgebung sind größtenteils von außerhalb herangekarrt worden. Neben dem Landesvorsitzenden der NPD Baden-Württemberg Jan Jaeschke und einigen anderen aus dem Umfeld der NPD Rhein-Neckar, kamen weitere Teilnehmer aus Heilbronn und den Strukturen der Partei Die Rechte aus dem Karlsruher Umland. Anmelder war Alexander Neidlein vom NPD-Kreisverband Schwäbisch Hall. Der Düsseldorfer Faschist und Parteivorsitzender von Die Rechte, Sven Skoda, trat als Hauptredner auf. Bereits nach wenigen Reden und noch deutlich vor der Dämmerung machten sich die Faschisten, welche alle mit Autos angereist waren, wieder aus dem Staub.

Trotz der kurzfristigen Mobilisierungszeit ist es antifaschistischen Kräften erneut gelungen einen ausdrucksstarken Gegenprotest in Pforzheim auf die Beine zu stellen. Mehrfach versuchten die Nazis vergeblich den lauten Trommeln und den Parolen der AntifaschistInnen, durch einen spontanen Ortswechsel ihrer Fackelmahnwache, zu entgehen. Nach Abreise der Faschisten zog ein Großteil des Gegenprotestes in einer entschlossenen Spontandemonstration zurück zur Bahnhaltestelle.