23. Februar 2019

  • Bericht

Pforzheim calling! Mehr als 500 Menschen haben sich heute an den antifaschistischen Aktionen in Pforzheim beteiligt. Nach einer gemeinsamen Demo vom Pforzheimer Bahnhof durch die Nordstadt auf den Wartberg konnte die faschistische Fackelmahnwache auch in diesem Jahr lautstark gestört werden. Nach dem vorzeitigen Ende der Demo verlagerten sich die Proteste unmittelbar an die Hamburger Gitter. Dort und an weiteren Stellen sorgte ein buntes Feuerwerk pünktlich zur Gedenkminute erneut für weithin sichtbaren und hörbaren Widerstand. Die Pforzheimer Polizei hingegen wurde einmal mehr ihrer unrühmlichen Rolle gerecht und lies absolut nichts unversucht um den Nazis einen sorgenfreien Abend zu ermöglichen. Bereits um 17 Uhr wurden die Faschisten per Autokonvoi auf den Berg geleitet und dort den Abend über von drei Wasserwerfern, Pferden, Hunden, mehreren hundert Bereitschaftspolizisten, dem BFE und einem Polizeihelikopter beschützt. Erneut sorgte auch das THW Pforzheim für einen möglichst reibungslosen Ablauf der Nazi-Veranstaltung und leuchtete die Fläche rund um den Versammlungsort der Faschisten aus um so Gegenproteste zu erschweren.
Auch für 2020 gilt deswegen: …nicht lange fackeln! Gemeisam gegen baden-württembergs ältesten regelmäßigen Naziaufmarsch!

 


 

  • Aufruf

…nicht lange fackeln! Die Nazimahnwache am 23. Februar in Pforzheim verhindern!

Auch dieses Jahr findet in Pforzheim wieder die faschistische Fackelmahnwache des „Freundeskreis – Ein Herz für Deutschland (FHD)“ auf dem Wartberg statt. Anlass für das alljährliche Event ist die gezielte Bombardierung der Stadt im Jahr 1945, bei der mehr als 17.000 Menschen durch Bombenabwürfe der britischen „Royal Air Force“ starben. Die angebliche Gedenkveranstaltung ist jedoch nur ein Vorwand der FaschistInnen, um ein Auftreten ihrer verschobenen und menschenfeindlichen Weltanschauung zu begründen und zu legitimieren. In ihrer revisionistischen Darstellung der Geschichte, wollen sie die Kriegsverbrechen des deutschen Faschismus bewusst verharmlosen, um dadurch Deutschland in eine Opferrolle der Ereignisse zu rücken. Die mörderische Angriffspolitik der Nazis und die Kriegsschuld werden verdreht und geleugnet.

Nicht mit uns!
Eine so widerliche Masche der Geschichtsverdrehung und Opfermythen werden wir nicht unbeantwortet lassen. Ein Rückblick auf die letzten Jahre zeigt deutlich die erfolgreiche Entwicklung der Proteste und der Aktionsformen gegen die FaschistInnen. Trotz unterschiedlicher Repressalien und des massiven Polizeiaufgebots mit Unterstützung von Hunden, Wasserwerfern und Hubschraubern, lassen sich engagierte AntifaschistInnen nicht davon abschrecken den Weg auf der Berg anzutreten und ihren Protest direkt an Ort und Stelle heran zu tragen. Der voranschreitende Rechtsruck der Gesellschaft und des öffentlichen Diskurs, sowie das Erstarken der Rechten auf der Straße machen Protest und direkte Aktionen notwendiger denn je. Nur eine starke antifaschistische Bewegung kann unsere Gesellschaft vor Nazi-Übergriffen schützen und verteidigen. Nicht nur extrem rechte Gruppen sind Ziel unserer Proteste, sondern auch Veranstaltungen der AfD, die solchen Entwicklungen den Weg ebnet und selbst vorantreibt.
Ein konsequentes Vorgehen der Stadt gegen die Naziumtriebe in Pforzheim ist nicht abzusehen. Im Gegenteil. Unsinnige Auflagen und Repression durch die Polizei richtet sich gezielt gegen antifaschistischen Protest und Demonstrationen . Wir können uns weder auf Staat noch Polizei verlassen.
Schließen wir uns zusammen im Kampf gegen Nazis und Faschismus! Für eine Zukunft in der Menschen frei von Unterdrückung friedlich miteinander leben können. Alle zusammen: in der Stadt, auf dem Land und in Pforzheim auf dem Berg!

Am 23. Februar 2019 gemeinsam und entschlossen gegen die FaschistInnen nach Pforzheim! Gegen Ausbeutung und Unterdrückung! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Unterstützt durch: Antifaschistische Aktion Karlsruhe | Antifaschistische Aktion (Aufbau) Mannheim | Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart | Antifaschistische Aktion [Aufbau] Tübingen | Antifaschistische Aktion [O] Villingen-Schwenningen | Antifaschistische Jugend 76 | Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart und Region (AABS) | Offenes Antifaschistisches Treffen (OAT) Karlsruhe | Offenes Antifaschistisches Treffen (OAT) Landau | Offenes Treffen gegen Faschismus und Rassismus für Tübingen und die Region (OTFR) | Offenes Antifaschistisches Treffen Mannheim | Offenes Antifaschistisches Treffen Rems-Murr | Versorger Stuttgart | DIE LINKE. Stuttgart

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